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Müller History Facts

Ihr dort oben - Wir da unten Flakhelfer gegen Bomberbesatzungen

Ganze Schulklassen wurden 1944 als Helfer zur schweren Flak eingezogen. Die jungen Männer wurden an der 8.8 cm Flak ausgebildet und unterstützten die Soldaten der Wehrmacht in ihrem Abwehrkampf gegen die alliierten Bomberverbände im Anflug auf Grossdeutschland. Der Schulunterricht wurde wenn immer möglich in Ausbildungs- und Kampfpausen weitergeführt, um einen regulären Abschluss zu ermöglichen. Die Erlebnisse der Jugendlichen, ihre apolitische Haltung und ihren Mut durch Unkenntnis werden sehr klar sichtbar. Der Autor war einer dieser Jungen, die im Raum St. Valentin (Österreich) zum Schutz der ortsansässigen, grössten Panzerfabrik des Reiches eingesetzt waren. Er schildert treffend und berührend seine Erlebnisse und setzt sie in einen Gesamtzusammenhang. Er berichtet auch, wie er sich im Frühjahr 1945 versteckte, um dem Stellungsbefehl in die Wehrmacht nicht nachkommen zu müssen. Ein beeindruckendes Zeitzeugnis!

Der Autor stützte sich bei seinem Bericht auf sein Tagebuch, das er damals führte, seine selber gemachten Fotografien, und auf Nachkriegs-Recherchen in Österreichischen und Amerikanischen Archiven. Seine subjektiv geprägte Berichterstattung legt offen, wie Jugendliche den Krieg und ihren Einsatz erlebten und wie sie mit den Geschehnissen umgingen.

292 Seiten Grossformat (20*28 cm), Hardcover, etwa 280 Fotografien und Abbildungen.

ISBN: 978-3-9522968-6-8


Leseproben

Hier ein paar Leseproben, Ausschnitte aus verschiedenen Kapiteln:

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis (97 KB)
Acht Kameraden
Grundausbildung (685 KB)
Ausbildung/dt>
Flakausbildung (366 KB)
Es wird ernst
Aufklärung (123 KB)
Stellungsalltag
Tagesablauf (930 KB)
Was der Tag so bringt
Urlaub (409 KB)
Es ist ernst
Grosskampftage (162 KB)
Höhepunkt
Der 8. Jänner 1945 (484 KB)
Anhang
Dokumente (800 KB)
Buchrückseite
Cover (844 KB)
Lesermeinungen

Irmgard Miegl-Oberleitner (Wien)

Nachdem ich von meinem Vater, Dipl. Ing. Gerhard Oberleitner, Autor dieses Buches, ein Exemplar erhalten habe, musste ich es natürlich sofort lesen. Ich bin Jahrgang 1951 und habe – auch in meinem damaligen Geschichts-Unterricht – über den 2. Weltkrieg absolut nichts erfahren bzw. gelernt. So habe ich dieses Buch mit Interesse gelesen, aber auch, um ein bisschen etwas über diese „Jugend“ (und die meines Vaters) zu erfahren. Das Buch liest sich – auch für “Unerfahrene“ wie für mich - sehr gut, aufgelockert mit vielen Fotos und Erläuterungen; ich kann nun etwas über diese Zeit nachvollziehen.


Adreas Schretter (meinbezirk.at)

Der 15jährige Schüler Gerhard Oberleitner wird als Flakhelfer ausgebildet und tritt in den Krieg für einen Führer ein, der nie der Seine war. Alles um ihn herum hat er fotografiert, Papiere akribisch gesammelt und täglich detailreich im Tagebuch dokumentiert. Diese Sammlung ist nun in ein grossformatiges Buch gepackt...

Der Gedanke zu diesem Buch ist Oberleitner gekommen, als er zum ersten Mal in Kontakt mit der Gegenseite, also Angehörigen amerikanischer Soldaten, gekommen war. Damit hat er die eigene Erfahrung mit der der Soldaten der US Luftwaffe vergleichen und mitdokumentieren können. „Denen ging es auch nicht anders wie uns.“

Das Wesentliche an diesem Buch ist, dass es vollständig authentisch ist, alles wurde von Oberleitner so erlebt, fotografiert, dokumentiert. Oberleitner bot ... mit seinem Buch eine Perspektive, die in keinem Geschichtsbuch steht, es ist die Sicht eines "Buben" über ein Ereignis, dessen gesamte Tragweite erst der Mann realisieren konnte.

Buchbesprechungen

Hardthöhenkurier 1/2012 (Oberst a.D. Jeschonnek)

Der Autor stellt seine Erlebnisse als Luftwaffenhelfer in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkriegs dar... Das Besondere an diesem Buch ist, dass er den Gegner, die 15. US Luftflotte, deren Einsatzprofil, Luftfahrzeuge, Ausrüstung, Personal und Einsatzbedingungen detailliert einbezogen hat. Zahlreiche seltene Fotos illustrieren die Aussagen...

Das Buch kann allen empfohlen werden, die sich mit Fragen des Luftkrieges im Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen.


Ybbser Nachrichten 01/2011

Der Ybbser Gerhard Oberleitner, Jahrgang 1928, hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben: Er schildert das Leben in der Flakstellung „da unten“ vor der wichtigsten Panzermontage-Fabrik, dem „Nibelungenwerk“ in St. Valentin. Dorthin war der 15 jährige Gymnasiast als Luftwaffenhelfer eingezogen worden. Für seine Kriegsbiografie konnte er auf sein eigenes, akribisch geführtes Tagebuch und auf seine Fotografien zurückgreifen.

Das Ergebnis: Nicht bloß Erinnerungen. So war es. Authentizität pur. Für viele, die den Krieg erlebt haben, steigen Bilder und Gefühle auf. Für die Jungen wird die Zeit besser verständlich. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeitzeugen machte sich Gerhard Oberleitner die Mühe und recherchierte auch die Gegenseite: die 15. US Air Force, die von Italien aus ihre Bombenangriffe flog, die es abzuwehren galt. Besonders genau forschte er dem Schicksal jener Bomberbesatzungen nach, die im Einsatzraum seiner Batterie abgeschossen wurden. Diese Betrachtungsweise, Tagebuch und Originalfotos machen dieses zeitgeschichtliche Buch so außergewöhnlich.


reutte.com

Sein Zeitzeugnis besticht durch seine hohe Authentizität uns seine jugendliche Freude an Details. Flüssig geschrieben und reich bebildert packt es den Leser und läßt ihn nicht mehr los.


Deutsche Militärzeitschrift Nr.82 (W.P.)

Der Autor... schildert treffend und berührend seine Erlebnisse und setzt sie in den zeittypischen Gesamtzusammenhang... Sein authentisches Zeitzeugnis legt offen, wie Jugendliche den Krieg und ihren Einsatz erlebten und wie sie mit den Geschehnissen umgingen.... Er schildert wie es gewesen ist, nicht nur bei den Verteidigern am Boden, sondern auch bei den Angreifern aus der Luft.


Pallasch 39/11

Der Autor, Jahrgang 1928, wurde am 5. Jänner 1944 als Fünfzehnjähriger zum Dienst bei der Luftabwehr eingezogen - als Flakhelfer. Für seine Mutter war das ein schwerer Schicksalsschlag, denn sein Vater war von der Gestapo verhaftet und ins KZ Majdanek gebracht worden... Obwohl er von seiner Familie deren regimekritische Einstellung übemommen hatte, fiel es ihm nicht im Traum ein, seine Aufgabe im Krieg nicht zu erfüllen. "Die don oben waren unsere Gegner. derer wir uns erwehren mussten. Denn diese kannten auch keinen Unterschied, ob wir da unten politisch dafür oder dagegen waren." So folgte für den jungen FLAK-Helfer eine schwere Zeit und eine harte Schule für sein weiteres Leben und diese Zeit hat ihn und seine Kameraden nachhaltig geprägt.

Der Autor hat damals ein Tagebuch geführt und viel fotografiert. Auf dieser Grundlage konnte er einen authentischen Bericht dieser Erlebnisse abfassen. Seine Klassen- und seine Kriegskameraden unterstützten ihn dabei nach Kräften. Der Neffe eines MG-Schützen im B-24 Liberntor-Bomber, der bei St. Valentin durch FLAK-Teffer abstürzte, beschäftigte sich mit der Geschichte seines Verwandten und so kamen beide zusammen: Der FLAK-Helfer und der Verwandte eines Bomber-Besatzungsmitglieds. Das schlug sich in ausführlichen Kapiteln aber die Bomber und ihren Einsatz nieder und in dieser Zusammenschau werden die Geschehnisse wieder lebendig. Die ungewöhnlich detaillierte Schilderung des Alltagslebens in der FLAK-Batterie der 7. FLAK-Brigade lässt den Leser das Geschehen hautnah miterleben. Wie es der anderen Seite erging, in den Bombenflugzeugen der 15. US Luftflotte Sechstausend Meter über Grund, wird mit der Darstellung geschickt verwoben und ergibt so ein tiefenscharfes Bild der Wirklichkeit. Hinzu kommt umfangreiches Dokumentenmaterial, das die Aussagen des Buches absichert und mit der nüchternen Sprache der Miliiärverwaltung abrundet. Halbe Kinder mussten an die Geschütze und sie haben dort "ihren Mann gestanden". Das letzte Kriegsjahr an der Heimaltront - für die Schüler der 6. Klasse der Oberschule Amstetten im Reichsgau Niederdonau rückte der Krieg in ihr junges Leben. Er hat sie geprägt wie keine andere Phase ihres Lebens.


Pressekatalog.de (A.L.)

...Die Unbedarftheit, wie der Junge „seine“ Wirklichkeit des Krieges erlebte, ist einzigartig. Hinzu kommt noch die Tatsche, daß der Autor zahlreiche Bilder während seiner Militärzeit gemacht hat, die das Geschriebene veranschaulichen... die übernommenen Mundartausdrücke (erklärt in einem Glossar) des damals 16jährigen und die heute teilweise verpönten Formulierungen tragen zur „Echtheit“ des Buches bei... Für Oberleitner war die Einberufung in das Flak-Ausbildungslager Wegscheid bei Linz zunächst einfach ein großes Abenteuer. Seine Zeit bei der Flak bezeichnet er als harte Schule für sein weiteres Leben, die sich jedoch nicht zu seinem Nachteil ausgewirkt hat.Briefe, Berichte, Dokumente, das Tagebuch des Autors und die zahlreichen Fotografi en machen dieses Buch zu einem faszinierenden Stück Zeitgeschichte, das vor allem durch seine Authentizität besticht.

Es verdeutlicht die Sichtweise vieler junger Soldaten, die nicht den großen Überblick über die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges hatten.